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Barbara Mucha

brand eins 2/1999
Style Wars oder wie Prada und Gucci die Welt erobern

Text: Anne Philippi

... Der perfekte Gucci-Typ sieht aus wie Popstar Ricky Martin oder Michel Friedman, ist mit Naomi Campbell verheiratet und geht abends mit Franz Josef Wagner oder Lothar Matthäus auf ein paar Mojito in die Berliner „Paris Bar“. Zu Hause hört er Pet Shop Boys oder Madonna, glaubt an die »Bunte« und entspannt sich in München oder Mallorca.
Der perfekte Prada-Mensch dagegen sähe aus wie Joschka Fischer oder Günther Jauch, wäre mit Katja Riemann oder Doris Schröder-Köpf verheiratet, liest den »Spiegel« und »Wallpaper«, findet den Dalai Lama und Buddhismus attraktiv, mag keine bekennenden Popstars und hörte deshalb Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister, und lebt, also kocht und pflegt seinen Garten in Hamburg, Manhattan oder auf den Falklandinseln. Seine Freunde: Stefan Aust, Sting und Gwyneth Paltrow ...

... Prada ... ist die Kunst des Weglassens ... Die neue Schönheit heißt Nützlichkeit und Flexibilität. Man sieht sie zwar nicht immer an der Oberfläche, doch sie ist stets vorhanden ... Prada steht für „hidden philosophy“ ...

... Gucci verspricht Sex, Drogen, Party und das Popstargefühl im Tausch gegen Alltag und Arbeit ...